Kris Menace
Kris Menace

Kris Menace’ Einfluss auf die Entwicklung zeitgenössischer Musik ist nicht nur in seiner Arbeit, sondern auch in der internationalen Presse dokumentiert. Als einer der maßgeblichen schöpferischen Multitalente unserer Zeit wird er für seine herausragenden Produktionen international mehr als respektiert und gefeiert. Darunter seine insgesamt 3 LPs, diverse Singles als auch unterschiedliche Remixe für LCD Soundsystem, Depeche Mode, Metronomy, Royksopp, Air, Underworld, Moby, Benni Benassi, Martin Solveig, Pnau, Paul Weller, Kylie Minogue and Lana Del Rey, um nur einige zu nennen sowie seine zukunftweisenden Projekte Black Van (DFA) und Stars on 33 (Eskimo).

In 2012 überzeugte er weltweit mit seinem von MTV präsentierten Album ‚Features’, welches Kollaborationen mit herausragenden Künstlern wie Julian Hamilton (The Presets), Miss Kittin, Robert Owens, Romanthony (Daft Punk´s One More Time), Xavier Naidoo, Chelonis R Jones, Dodgy und MTV Award Gewinner Simon Lord, präsentiert.

MENACE & LORD

Der Zusammenschluß von „MTV Award“ Gewinner Simon Lord mit dem international gefeierten und prämierten Produzenten Kris Menace zu „Menace & Lord“ gleicht einer leidenschaftlichen Symbiose, aus der eines der spannendsten und herausragendsten Indietronic Alben unserer Zeit entstanden ist. „Sun, Moon & Stars“ beeindruckt mit einem so unfassbar tiefen Songwriting und atmosphärischer Soundlandschaft, dass einem das Herz im Takt aufgeht.Songs wie „Feel Alive“ oder auch „Sunrise“  sind beflügelt von liebevoll arrangierten und zugleich geschmeidigen Songstrukturen und einer mitreißenden Kraft in Richtung Sonnenaufgang.

Emotional und einfühlsam schiebt Simon Lord mit seinen hintergründigen und eingängigen Texten das Album so galant und eindrucksvoll an, dass es hell strahalend Feuer fängt und durch den Kosmos streift. Besonders die unterschiedlichen Facetten und der Mut auch düstere Seiten wie bei „Before We Go“ ins Licht zu stellen, avanciert das Album zu einem unglaublich authentischen Stück Musikgeschichte.

 

Kris Menace im Interview (english version)

Akai Professional: 2013 hattest du mehrere Releases in Folge, darunter das rein instrumentale „Electric Horizon“ als auch das international gefeierte Album Features, Dein erstes Vocal-Album  mit Künstlern wie Miss Kittin und Unai . 2014 hast Du bereits jetzt diverse Remixe und ein weiteres wegweisendes Werk mit dem Titel „The Entirity of Matter“ veröffentlicht, dem nun Dein lang ersehntes Album „Menace & Lord“ folgt, welches Du zusammen mit MTV Award Gewinner Simon Lord aufgenommen hast. Bei so einem enormen Output: Was inspiriert Dich?

Kris Menace: Mich inspirieren in erster Linie Sounds und Gefühle. Alles was ich im Studio produziere oder schreibe ist mit intensiven Gefühlen verbunden, die ich in Sounds umwandle. Manchmal ist es aber auch ein Sound, der ein Gefühl erzeugt, welches ich dann versuche umzusetzen. Ich arbeite viel mit der Transformation von visueller Vorstellung hin zu Sounds und umgekehrt. Letzten Endes kommt die Inspiration vom Leben selbst, dessen Eindrücke ich verarbeite und zu Tracks umwandle.


Welches Equipment setzt du momentan ein?
In erster Linie arbeite ich mit Steinbergs Cubase als Sequenzer. Akais Renaissance ist meine Drumstation geworden, die ich mehr als ins Herz geschlossen habe. Als Synths setzte ich alles Mögliche ein, von Hardware über Access Virus bis hin zu alten analogen Geräten. Als Mikro benutzte ich meist Neumänner in Verbindung mit einem Neve 1073. Als Compressoren benutze ich viel Hardware wie Urei, Pultec aber auch Plug Ins wie die von Waves. Ich versuche die analoge und digitale Welt in meinen Produktionen zu verbinden und nutzte von allem etwas, um am Ende den Sound zu bekommen den ich fühle.


Wie nutzt du die MPC Renaissance im Studio im Detail?
Ich muss gestehen, ganz banal. Ich bin kein Frickler und habe auch keine wirkliche Geduld mich technisch mit allen Möglichkeiten auseinanderzusetzen. Ich mag es intuitiv zu arbeiten, ohne mich in den Maschinen zu verlieren. Die MPC ist hierfür perfekt, da ich sehr schnell Sounds programmieren und auswählen kann. Der Workflow läuft hier herrlich reibungslos und macht Spaß. Ich habe meine eigene kleine Soundbank mit vielen Samples von meinen Original Analog Drum Machines aber auch aus alten Platten erstellt, welche ich in der MPC nutze.

Wie setzt du deine Tracks live um?
Ich spiele Melodien über ein existierendes Grundgerüst, in welches ich Live eingreifen und manipulieren kann. Alles andere würde keinen Sinn machen, da meine elektronische Musik aus so vielen Bestandteilen besteht, das eine reine live Umsetzung so nicht möglich ist. Hierzu benutze ich die Akai APC.


Worauf legst du bei einem Instrument Wert?
Das ich das Instrument sofort bedienen kann, ohne eine Bedienungsanleitung studieren zu müssen. Auch der Sound und das Gefühl, das man bekommt, wenn man mit dem Gerät spielt, macht sehr viel aus. Neben der Bedienbarkeit machen aber auch Haptik und Qualität der Verarbeitung viel aus. Ein Instrument sollte darüber hinaus an die Bedürfnisse des Nutzers angelegt sein und nicht umgekehrt. An erster Stelle sollte immer der Spaß stehen. Intuitiv statt Handbuchwahnsinn.


Hast du bestimmte MPC-Tricks, die du verraten möchtest?
Tricks verrät man doch nicht!


Wie entstehen neue Tracks bei dir? Haben sich im Laufe der Zeit bestimmte Muster etabliert?
Nein, an jedes Stück gehe ich wirklich anders ran. Manchmal mit einem Beat oder Loop, manchmal mit einer Melodiestruktur. Es gibt so viele Möglichkeiten und Optionen  und ich mag es, nicht in monotone Muster zu fallen.


Aus welchen Quellen schöpfst du deine Sounds?
Ich liebe es mit meinem Access Virus rumzuspielen und mich in ihm zu verlieren. Jeden Sound kann ich mit diesem Gerät herstellen und für meine zwecke umsetzen. Aber auch andere Geräte haben ganz tolle Klangeigenschaften. Es kommt immer drauf an, was ich gerade fühle und umsetzen möchte. Ein Juno klingt anders als ein Jupiter und ein Rhodes hat einen Charme, den keine digitale Soundbank ersetzen kann. Manchmal nehme ich auch einfach einen Live Shaker auf, schneide ihn in Samples und bearbeite ihn mit der Renaissance oder lasse das amateurhafte eingespielte, wenn es mir gefällt. Es ist alles erlaubt, was Spaß macht.


Ein Blick in die Zukunft. Wie werden wir in 15 Jahren Musik machen?
Auch in 15 Jahren wird Musik ein Gefühl sein, das du mit allen möglichen Mitteln umsetzten kannst... Darum geht es letztendlich und nicht um Sync Buttons. Ich freue mich jedoch besonders auf das Streaming Zeitalter!


Wie sieht deine Zukunft aus? Was erwartet uns in nächster Zeit von Kris Menace?
Nachdem nun gerade mein Album The Entirity of Matter veröffentlicht wurde, steht schon das nächste Projekt an. Wir sind gerade dabei die Veröffentlichung zu „Menace & Lord“ vorzubereiten, ein Projekt an dem intensiv ich mit Simon Lord gearbeitet habe und auf welches ich mich persönlich wahnsinnig freue…

Vielen Dank für das Interview

 

 

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