2Pole

2pole sind zwei Musikproduzenten, DJs und Live Performer, die mit ihrem eigenständigen und innovativen Techno-Sound die Clubs und Festivals der Welt erobern wollen. Mit Veröffentlichungen auf Suara, Tronic Music, Phobiq, Transmit Recordings und Hydrozoa starteten die Beiden das Projekt mit außergewöhnlichen Techno Tracks, die schon nach wenigen Tagen in die internationalen DJ-Charts bei Beatport schossen. Sie behaupteten sich nach etlichen Chart-Entries, mehreren Top 10 Chart-Platzierungen und einer mehrwöchigen Nummer Eins (Kollaboration mit Vocal-Ikone Ursula Rucker) nach eineinhalb Jahren an der Spitze der internationalen Technoszene. Unter den bekannteren Fans des Techno-Projekts 2pole befinden sich DJ-Größen wie Adam Beyer, Joseph Capriati, Pan-Pot, Nicole Moudaber, Ida Engberg, Sam Paganini und mehr. Dazu remixten die Beiden Musikproduzenten die Techno Urgesteine Christian Smith, Eric Sneo, Torsten Kanzler und den Über-Hit “Trommelmaschine” von Der Dritte Raum für das legendäre Label Harthouse. Ein weiterer Meilenstein war die Zusammenarbeit im 2pole Studio mit Tronic Chef Christian Smith und Jam El Mar.

Marcus und Mark sind in der Technoszene keine Unbekannten. Marcus (aus Mainz) tourte mit seinen erfolgreichen Releases als Broombeck durch Europa und arbeitete als Musikproduzent für viele Bekannte des Technozirkus (unter anderem Felix Kröcher). Mark (aus Hannover) und sein Projekt „Mark Deutsche“ war durch die Charterfolge nicht weniger bekannt. Darüber hinaus produziert er die Musik von Timo Maas. Die Beiden veröffentlichten mit ihren Projekten auf Labels wie Terminal M, Elevate, Get Physical, Noir Music, Senso Sounds, Octopus Recordings, Last Night On Earth, Systematic, Herzblut und mehr. Und sie tourten als DJs und Live Acts durch Clubs und Festivals wie zum Beispiel Berghain (Main Floor) (GER), Amsterdam Dance Event (NL), Cocoon Club (GER), Woodstock NL, Spazier Roma (IT), U60311 (GER), Borderline (CH), Flex (AT), Nature One (GER), Lehmann Club (GER), Loft Club (GER), Magdalena (GER), um nur einige zu nennen.

In 2016 brachten Marcus & Mark ihre Ideen zusammen in ein Studio und gründeten 2pole - die neue Techno Band.

 

INTERVIEW

Was steht am Anfang eines neuen Tracks bei euch?

Das ist eigentlich immer unterschiedlich bei uns. Es gibt folgende Szenarien: an einem Synthesizer jammen und einen coolen Sound kreieren oder finden, mit dem Modular System herumspielen und 2pole-typische Sequenzen basteln oder in Ableton Live ein Beatgerüst aufbauen, was den Startschuss für einen Techno-Track gibt. Jeder Anfang führt irgendwie zum Ziel.

Welche Rolle spielt die MPC Live in eurem Schaffensprozess?

Die MPC Live setzen wir oft unterwegs ein. Durch den Batteriebetrieb können wir egal wo Track-Layouts aufbauen oder Sounds bearbeiten. Im Studio wird das Projekt exportiert und als MPC als Plug-in zu unserem Ableton Live Projekt hinzugefügt. Einfacher geht es nicht.

Dazu ist der wirklich einfache Sequencer ein tolles Tool, um Live auf der Bühne zu unserem DJ-Sets Drum-Sequenzen und Melodien dazu zu spielen.

Ihr habt einen sehr umfangreichen Equipmentpark – Worauf legt ihr bei einem Instrument Wert?

Wir sind Jäger und Sammler was Studio-Equipment angeht. Das ist wie eine Sucht. (lacht) Vor allem finden wir, dass das Instrument äußerlich ansprechend ist und über eine gute Haptik verfügen muss. Jeder Parameter sollte möglichst auf dem Bedienfeld als Regler vorhanden sein. Dann ist natürlich auch der Sound entscheidend! Aber auch hier muss viel möglich sein. Ihr seht, wir sind sehr anspruchsvoll. Aber auch kleine interessante Kisten sind oft cool, da der Sound oftmals einzigartig und ungewöhnlich ist.

Das wichtigste Tool in eurem Studio ist....

Oh! Schwierige Frage. Eigentlich die Audiointerfaces zum Wandeln der Eingänge. Aber auch unsere Klangerzeuger. Und auf jeden Fall wir selbst!

Ein Blick in die Zukunft – Welches Tool würde euch richtig weiterbringen, das es noch nicht gibt?

Irgendetwas zwischen modular und Rechner-basiert mit Touchscreen, aber trotzdem analog im Inneren. Praktisch wäre auch eine kompakte Größe zum Mitnehmen und für die Bühne mit gescheitem Sync.

Woher holt ihr eure Inspiration?

Hier spielt sicherlich unsere Erfahrung eine große Rolle, die uns ermöglicht ziemlich schnell in unserem Studio Ideen in Tracks umzusetzen. Darüber hinaus werden wir natürlich von unseren Instrumenten und Sequenzern inspiriert Tracks zu vollenden.

Was macht einen guten Clubtrack aus?

Für uns ist die Kick ein sehr wichtiges Element im Titel. Die muss passen, drücken und braucht Kick, aber auch viel Bass. Dann kommt das richtige Arrangement mit verschiedenen Teilen an Hihat- und Percussion-Linien, um die Leute an den Track zu fesseln. Um den Leuten noch etwas für danach mitzugeben, enthalten 2pole-Tracks immer noch eine Ohrwurm-Melodie oder -Sound. Das ist für uns das i-Tüpfelchen für einen perfekten Track.

Eine konkrete Frage zum Mixing: Gibt es einen Trick (PlugIns, EQ-Einstellung etc.), mit dem sich gerade Kick und Bass im Club nicht in die Quere kommen? Wie baut ihr eine gute Kickdrum?

Hier hilft der altbekannte Sidechain-Trick. Aber auch andere Plug-ins, wie LFOTool ducken den Bass automatisch, wenn die Kick spielt. Ihr könnt in schwierigen Kombinationen auch den Bass mit einem Equalizer zwischen 45-65 Hertz absenken.

Wir nehmen eine analoge Kick aus unserer Roland TR-909 oder Elektron Analog Rytm und schicken sie durch eine spezielle Effektkette mit EQ, Reverb und Kompressor. Diese Kette wird per Sidechain-Eingang durch die Kick getriggert, so dass der komprimierte Hall-Anteil erst nach dem Schlag der Kick langsam dazu fadet. Danach wird das ganze aufgenommen und als Sample in Ableton Live abgespielt.

Vom Studio in den Club – habt ihr vor, abseits von euren Bookings als DJs – das Projekt 2pole auch live umzusetzen?

Auf jeden Fall! Das ist unser Ziel für 2019. Wir sind in erster Linie Studio-Menschen und wollen unsere Musik präsentieren. Das geht natürlich als DJ-Duo ebenso gut, aber wir können nicht mehr eingreifen. Auch auf neue Ideen muss man in dem eher statischen DJ-Gig verzichten. Deswegen freuen uns sehr, trotz des immensen Aufwands, 2pole live auf die Bühne zu bringen.

Welche Zeit spielt ihr am liebsten?

Das ist abhängig vom Club. Unsere Musik ist eher Peaktime, so dass das natürlich auch für unser Set am besten passt. Nur kurze Gigs mögen wir nicht so. Denn wir wollen einen Abend und die Stimmung aufbauen und nicht nur Hits abfeuern.

Eure schrägste Cluberfahrung?

Ha! Das war sogar erst vor Kurzem. 30 Minuten nach dem Beginn unserer Playtime ist ein Kübel mit geschmolzenen Eiswürfel auf einen der zwei vorhandenen Pioneer CDJ-Player gefallen, der dann nicht mehr funktioniert hat. Danach rockten wir die Menge noch zweieinhalb Stunden mit nur einem Player und krassen Übergängen. Das war definitiv eine krasse Erfahrung!

Was waren die größten Fehler in eurer bisherigen Karriere?

Hier gibt es eigentlich keine Fehler, die wir begangen haben. Bis heute geht es eigentlich immer weiter bergauf. Die Konkurrenz ist groß und der "Kampf" nach Erfolg deswegen auch. Wir müssen weiterhin unsere musikalische Linie verfolgen und nach außen präsent sein. Pausen sind leider nicht mehr erlaubt.

Was würdet ihr neuen Künstlern mit auf den Weg geben, die ambitioniert ins Business einsteigen möchten?

Bleibt auf jeden Fall euch selbst treu. Versucht einen eigenen Sound zu kreieren und nicht andere zu kopieren. Auf der anderen Seite könnt ihr viel lernen, in dem ihr gute Tracks kopiert. Nur sollte danach etwas eigenes daraus entstehen. Das ist wichtig und das wollen die Labels auch hören!

 

 2Pole Sampleset

 2Pole Soundcloud

 2Pole Socials